Sehenswürdigkeiten in Unna 
Sehenswürdigkeiten in Unna

Sehenswürdigkeiten in Unna


Lindenbrauerei

Die Lindenbrauerei in Unna war eine der großen Brauerein des westlichen Westfalen. Von 1852 bis 1979 stand sie für das Linden Adler Pils. Nach der Stillegung der Brauerei stand das Gebäude zum Abriss, Teilnutzung durch andere Gewerbe, Umwidmung oder Reaktivierung. Seit 2001 ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst hier beheimatet. Von Weitem sichtbar ist der 52 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Kesselhauses. Die Lindenbrauerei ist auch ein Punkt der sogenannten Route der Industriekultur. Sie wurde 1999 angelegt . Sie ist ein Teil der Aktivitäten der IBA, der Internationalen Bauausstellung Emscher Park. Sie brachte innerhalb von 10 Jahren das industrielle Erbe der Region ein. Hier gibt es gute und auch schwierige Seiten des Gebiets und das führte zu einer Rekultivierung, Renaturierung und zum Teil neue Nutzungen der Kulturstätten. Die Lindenbrauerei versorgte den gesamten Umkreis mit ihrer Bierproduktion. Sie war eine Brauerei die das typische Dortmunder Bier braute. Heute finden hier regelmäßig Führungen statt und der Besucher kann die gewaltigen Dimensionen der Gär- und Lagerkeller bewundern. Die Objekte international bekannter Lichtkünstler ist auf 2400 qm in den Kellerräumen untergebracht. Außerdem ist der integrierte Neubau heute Sitz der Kulturbetriebe Unna - Zentrum für Information und Bildung. Aber auch hier kann ein kühlendes Bier getrunken werden. Im Schalander des Zentrums für Information und Bildung (ZIB) kann neben vielen Getränken und Speisen das Hövels aus Dortmund probiert werden. Der Name Schalander rührt von einer alten Bedeutung her. Es war der Wohnraum der Brauergesellen. Das Hövels wird in der Region um Dortmund getrunken. Es ist ein altes Rezept, das in Vergessenheit geraten ist. 1984 wurde erstmals wieder Hövels Bitterbier angeboten. Mittlerweile ist es wieder sehr bekannt und beliebt. Die Hövels Hausbrauerei und die DAB stellen dieses Bier für Kenner und Genießer dieser Biersorte her.


Schloss Cappenberg

Das Schloss Cappenberg liegt in Selm-Cappenberg. Gottfried von Cappenberg war Schuld daran, dass der Dom zu Münster ein Raub der Flammen wurde. Gottfried von Cappenberg ist Nachkomme einer wohlhabenden und einflussreichen sächsischen Fürstenfamilie. Er bereute das Unglück mit dem Dom zu Münster so sehr, dass er Norbert von Xanten um Hilfe bat. Der hatte gerade den Prämonstratenserorden gegründet. Er veranlasste Gottfried und seinen Bruder Otto dem Orden beizutreten. Er verlangte auch, dass alle Besitzungen dem Orden gestiftet werden. Daher wurde Schloss Cappenberg im Jahre 1122 erstes Prämonstratenser-Kloster auf deutschem Boden. 6 Klöster stifteten die Cappenberger Grafen in den nachfolgenden Jahren. Auch Schloss Valar war darunter. Mit Waffengewalt mussten sie ihre Großherzigkeit gegen andere Familienmitglieder durchsetzen. Das Stift Cappenberg war nur noch Adeligen vorbehalten. Es entwickelte sich zu einem der wohlhabendsten Klöster im Bistum Münster. Die Ordensmitglieder führten einen verschwenderischen Lebensstil. In den neuen Gebäuden hoch über der Lippe spiegelte sich dies wieder. Die vierflügelige Anlage mit umfangreichen Wirtschaftsgebäuden wurden im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. In Westfalen gehören sie zu den bedeutendsten Beispielen barocker Kloster-Baukunst. Nach der Säkularisierung erwarb der ehemalige Staatsminister Karl Freiherr vom und zum Stein das Schloss. Das war im Jahr 1816. Er baute mehrere Jahre das Schloss nach seinen Bedürfnissen um. Bis zu seinem Tode im Jahre 1831 lebte er hier. Sein Nachlass ist heute im Westflügel untergebracht. Dort befindet sich auch das mittelalterliche Stiftsarchiv und das westfälische Adelsarchiv. Der Ostflügel wurde von dem heutigen Eigentümer Graf von Kanitz verlängert durch ein Theater. Hier finden heute Theateraufführungen statt. Aus der Gründerzeit ist die ehemalige Stiftskirche an der Nordseite des Kloster erhalten. Hier ist ein vergoldetes Kopfreliquiar mit dem Bildnis Friedrich Barbarossas vorhanden. Er hatte es seinem Paten Otto geschenkt. Auch das Stifter-Denkmal der Brüder Gottfried und Otto von Cappenberg ist hier zu finden.


Museum für Lichtkunst

Eine relativ junge Kunst hat sich neben der Malerei, Plastik und der Fotografie inzwischen ihren Platz als eigenständige Kunstgattung erobert – die Lichtkunst. Sie hat in Unna ein Zuhause mit ganz besonderem Ambiente gefunden. Das dort ansässige Zentrum für Internationale Lichtkunst ist das erste und bisher auch noch einzige Museum der Welt, das sich ausschließlich auf diese junge Kunstform spezialisiert hat. Durch die Verbindung von historischer Bausubstanz mit moderner Kunst ist in Unna etwas ganz Spezielles entstanden, eine sehr eindrucksvolle Präsentation. Gegründet wurde das Zentrum 2001 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Linden-Brauerei. Tief unter der Erde wird auf rund 2400 m², eingegliedert in die labyrinthähnlichen Gänge, die ehemaligen Kühlräume und Gärbecken, auf faszinierende Weise diese zeitgenössische Kunstform gekonnt in Szene gesetzt. Die Idee der Inszenierung begründet sich auf dem Dialog zwischen Licht und Raum, jedes einzelne Werk ist Ausdruck für die gelungene Symbiose von Vergangenheit und Gegenwart bzw. Zukunft. Das ehemalige Brauereigebäude ist ein Industriedenkmal, das als Ankerpunkt zur „Route der Industriekultur“ zählt, und stammt aus dem 19. Jahrhundert, die Lichttechnik ist eine Kunstform des 21. Jahrhunderts. Neben der Dauerausstellung, die von 12 der international bekanntesten Künstlern dieser Gattung durch jeweils eine eigene Installation gestaltet wurde, bietet das Zentrum auch immer wieder neue und interessante Wechselausstellungen. Das Zentrum in Unna setzt nicht nur erforderliche spezielle Präsentations-Konzepte um, sondern bemüht sich auch um dem Thema angepasste Vermittlungsstrategien. Es ist im Bereich der Lichtkunst ein Kompetenzzentrum und bietet sich nicht nur als Ort der Kunstbetrachtung an, sondern auch zur Reflexion und Diskussion. Dazu trägt ein laufendes Angebot an Symposien und Workshops bei.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Unna

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Arnsberg

Landkreis:
Unna

Höhe:
100 m ü. NN

Fläche:
88,53 km²

Einwohner:
66.652

Autokennzeichen:
UN

Vorwahl:
02303, 02308

Gemeinde-
schlüssel:

05 9 78 036



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