BVB-Präsident kritisiert den Gebrauch von Pyrotechnik nach Krawallen in Dortmund

BVB-Präsident kritisiert den Gebrauch von Pyrotechnik nach Krawallen in Dortmund


News UnnaMit aller Strenge wollen die Deutsche Fußball Liga und der DFB juristisch gegen randalierende Anhänger vorgehen. Nach den Krawallen in Dortmund verurteilte der BVB-Präsident Rauball den Gebrauch von Pyrotechnik. „Die gewaltbereite Szene ist deutlich höher als bislang angenommen.“
Das DFB-Sportgericht verurteilte Dynamo Dresden nach den schweren Ausschreitungen gewaltbereiter Fans beim Pokalspiel in Dortmund wegen früherer Fanausschreitungen zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro. Derzeit ermittelt der DFB-Kontrollausschuss weiterhin wegen der Krawalle in Dortmund, bei denen es 17 Verletzte gab. Inzwischen erklärte der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) und von Borussia Dortmund, Reinhard Rauball, dass es keinen Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien geben werde. „Es gibt da eine Geisterdebatte, dass der Deutsche Fußball-Bund und die Liga die Pyros doch ‘legalisieren’ könnten. Schon die Gesetzeslage verhindert das“, sagte Rauball gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Ein Feuerwerk darf nach dem Versammlungs- und Ordnungsrecht nur ein ausgebildeter Feuerwerker machen - und „das ganz sicher nicht im Bereich einer dicht besetzten Tribüne im Stadion. Das ist verboten. Die Vereine können daran nichts ändern“, so Rauball weiter.
Die Ultra-Kampagne zur Legalisierung von Pyrotechnik hatte die Einführung einer sog. „Pyrozone“ in den Stadien angeregt. Der Liga-Präsident erklärte, dass auch hierfür jede gesetzliche Basis fehle. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Schiedsrichter das DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden drei Mal wegen des Einsatzes von Pyrotechnik unterbrechen musste.
Dynamo Dresden gerät indies nach den schweren Ausschreitungen gewaltbereiter Fans beim DFB-Pokalspiel in Dortmund immer mehr unter Druck. Als erste Reaktion hatte die Dynamo-Führung angekündigt, die bundesweite Faninitiative „Emotionen respektieren - Pyrotechnik legalisieren“ nicht mehr zu unterstützen. Ferner befürchten auch die Einwohner von Dresden, dass die Fan-Ausschreitungen einen Image-Schaden für ihre Stadt bedeuten. Schon vor den Dortmunder Krawallen waren 61 Prozent der Dresdner der Meinung, dass sich der schlechte Ruf von Dynamo auch auf das Image der Stadt auswirke. Die repräsentative Umfrage wurde vom Institut für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden durchgeführt.
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